Bekannt in Drogerien und Haarsalons
Oberbürgermeister Bernward Küper besucht Meissner Kamm GmbH – Familienunternehmen mit Tradition
Constanze Matthes, Naumburger Tageblatt, 31. Mai 2008
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Naumburger Kamm-Meister
Neun-Mann-Betrieb setzt sich gegen Billigkonkurrenz durch
Bernd Lähne, Lausitzer Rundschau / Elbe-Elster-Rundschau vom 11. Mai 2007
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Pfennigartikel mit Geschichte
Vertrieb von Drogerieprodukten nimmt weiter zu – Kämme noch Aushängeschild
Sylke Hermann, Mitteldeutsche Zeitung vom 29. Dezember 2001
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Sein Leben: Maschinen und Kämme
Alfred Meißner wurde 80 Jahre alt
Hans-Dieter Speck, Naumburger Tageblatt vom 12. Februar 2000
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Bekannt in Drogerien und Haarsalons
Oberbürgermeister Bernward Küper besucht Meissner Kamm GmbH – Familienunternehmen mit Tradition
Der Naumburger Oberbürgermeister Bernward Küper besuchte gestern die Meissner Kamm GmbH. Das traditionelle Familienunternehmen mit Sitz in der Jägerstraße stellt jährlich 1,2 Millionen Kämme her. Zudem vertreibt die Firma mit zehn Mitarbeitern weitere Kosmetik- und Hygieneartikel vom Rasierpinsel bis zum Haarband.
Naumburg. „Rasieren Sie sich nass oder trocken?“ Jörg Meißner, Geschäftsführer der Meissner Kamm GmbH, fragte Oberbürgermeister Bernward Küper bei dessen gestrigem Besuch sehr direkt. Mit Blick auf einen Rasierpinsel aus Dachshaar fiel dem Naumburger Stadtoberhaupt die Antwort nicht schwer. Dabei ist dieses haarige Stück nur ein kleiner Teil des umfangreichen Sortiments aus insgesamt 150 Produkten, die das traditionelle Familienunternehmen herstellt und vertreibt. Während in einer Werkshalle an mehreren Rechner gestützten Kunststoffspritzgussmaschinen Kämme mit unterschiedlichen Formen, Größen und Farben sowie andere Formteile aus Kunststoff produziert werden, lagern in weiteren Räumen Kosmetik- und Hygieneartikel wie beispielsweise Haarbänder, Körperpflegebürsten und Lockenwickler von anderen deutschen und holländischen Herstellern. Die mehr als 1,2 Millionen Kämme in 35 verschiedenen Sorten und 15 Farben, die das Unternehmen jährlich selbst fertigt, finden sich unter anderem in Drogerien, Altenheimen, Frisiersalons oder auf den Wochenmärkten in den neuen Bundesländern. Auch wenn es in der Jägerstraße einen Werksverkauf gibt, geht ein Großteil der Ware über den Großhändler zum Kunden. „Wir setzen mittlerweile allerdings auch auf den Verkauf über unsere Internetseite“, erklärt der Geschäftsführer einen weiteren Zweig des Vertriebes, der in der Zukunft ausgebaut werden soll.
Derzeit verzeichnet die Naumburger Firma mit ihren zehn Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 400 000 Euro. Trotz einer Familientradition, die Teil der historischen Kamm- und Haarschmuckherstellung in der Domstadt ist und die fortgesetzt werden soll, blickt man skeptisch auf die Auswirkungen der Globalisierung, vor allem auf die Billigpreisangebote aus Fernost. „Die Globalisierung hat auch ihre Schattenseiten“, so Meißner. Der Firmenchef erklärte während eines einstündigen Rundganges die Herstellung der Kämme aus Plastikgranulat sowie die Produktpalette und Vertriebswege. „Ich kann mir vorstellen, dass die Bevölkerung bald mehr Wert auf einheimische Produkte legt“, betonte Küper bei seinem Besuch.
Von Constanze Matthes
Naumburger Tageblatt, 31. Mai 2008
