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Geschichte der Meissner Kamm GmbH

»Der Kamm ist das älteste und am längsten in Benutzung stehende Instrument zur Körperpflege. Mit diesem Hilfsmittel können Haare in eine Richtung ausgerichtet und Verschmutzungen beseitigt werden. Ein Kamm besteht aus einem Griff sowie einer je nach Modell hohen Anzahl mehr oder weniger feiner Zähne, den Zinken.
Die ersten Kämme wurden aus Knochen oder Fischbein gefertigt. Später verwendete man auch Holz, Metall oder andere Materialien.« (wikipedia)

Die Geschichte der MEISSNER Kamm GmbH ist nicht ganz so alt. Dennoch sind wir stolz darauf, dass unsere Geschichte eng mit der alten Kammmachertradition in Naumburg zusammenhängt. Und dies sind mittlerweile mehr als 275 Jahre (1732).
Es war ein beschwerlicher unternehmerischer Weg bis in die aktuelle Zeit hinein. Kriegswirren und Wirtschaftsdepression blieben auch bei uns nicht ohne Spuren.

Dann der Neubeginn: Handarbeit war wieder angesagt. Das Material in den ersten Nachkriegsjahren war Holz. Erst später wurden Kämme aus Zelluloid und Celluloseacetat gefertigt. Bereits Anfang der 50er Jahre setzte sich die revolutionäre Spritzgusstechnologie durch, die die Handarbeit ablöste. Unter den erschwerten Bedingungen des Sozialismus wurde in den kleinen Familienbetrieben viel geschaffen. Spritzgussautomaten wurden selber gebaut, ein Verfahren zur Verarbeitung von Celluloseacetatabfällen entwickelt. Von Jahr zu Jahr wurden die Umsätze in den kleinen privaten Unternehmen gesteigert.
Und plötzlich 1972 war alles vorbei, alle Kammmacherbetriebe wurden über Nacht enteignet. Der VolksEigene Betrieb (VEB) Kamm- und Haarschmuck Naumburg war geboren. Ein Zusammenschluss von fünf eigenständigen Betrieben (Arthur Meißner, Meißner und Thielemann, Rollow & Co., Stolze & Co. sowie Müller und Schwebel) sollte die Kammproduktion von 1972 bis weit in die Zukunft sicherstellen. Es war schon bedeutsam, was 100 Mitarbeiter über Jahre hinaus geleistet haben:
Die 60 produzierten Artikel, mit einer jährlichen Stückzahl von 15 Millionen waren in der DDR wirtschaftlich betrachtet ein »Renner« und damit für die »Ewigkeit« angelegt.

… und immer, wenn alles glatt läuft … die »Wende« kam. Plötzlich war alles ganz anders. Schluss mit VEB, Schluss mit Planvorgaben etc. Plötzlich waren die Unternehmen auf sich gestellt und Entscheidungen mussten her … 1989 wurde die Reprivatisierung des Unternehmens eingeleitet. Am 27. Juni wurde die Meissner Kamm GmbH gegründet und am 21. Januar 1991 ins Handelsregister eingetragen. Endlich, sechs Jahre nach der Wende konnten die früheren Firmeninhaber ihren Besitz wieder ihr Eigentum nennen. Plötzlich waren sie Geschäftsführer: Gerd und Jörg Meißner sowie Bernd Hoyer. Nichts war mehr so, wie früher. Kein Plansoll – kein unbeschwertes Leben im VEB. Das »neue – alte« Unternehmen musste sich den Herausforderungen der Sozialen Marktwirtschaft stellen.
Das hieß in den ersten Jahren Mitarbeiter abbauen. Neue Absatzmärkte mussten erschlossen werden. Erhebliche Investitionen wurden für den Aufbau eines neuen Vetriebsnetzes und die Modernisierung der Produktionsstrasse (Mehr-Komponeten-Spritzgussmaschinen) notwendig.
Heute umfasst unsere Produktpalette ca. 2000 Artikel zur Körper- und Haarpflege. Es reicht vom klassischen Kamm bis hin zu hochwertigen Wellness-Artikeln.

Meissner Kamm präsentiert sich brandaktuell auch im WWW mit seinem neuen Online-Shop!